Die Università Cattolica verfügt über eine lange Tradition in den linguistischen und phonetischen Wissenschaften. Bereits 1929 richtete ihr Gründer Padre Agostino Gemelli im ersten experimentellen psychologischen Labor Italiens eine eigenständige phonetische Sektion ein, die rasch internationale Bedeutung erlangte4. Die dort betriebene Forschung zeichnete sich durch methodologische Strenge, technologische Innovationen und einen ausgeprägt interdisziplinären Ansatz aus, der Psychologie, Medizin, Psychoakustik und Phonetik miteinander verband. Diese wissenschaftliche Tradition bildet das Fundament für einen forschungsgeleiteten Zugang zur Phonetik, der sich bis heute in der Prosodiedidaktik, in Workshops und Publikationen wie dem vorliegenden Sammelband widerspiegelt. Die thematische Entwicklung der Workshops in den Jahren 2022 bis 2025 dokumentiert exemplarisch die stärkere systematische Verknüpfung von phonetischer Forschung und didaktischer Praxis. Während der erste Workshop Prosodia tedesca: Ricerca e applicazioni didattiche I (2022) grundlegende Fragen der Integration prosodischer Elemente in den DaF-Unterricht behandelte, rückte 2023 im Workshop Prosodia tedesca: Ricerca e applicazioni didattiche II die prosodische Struktur politischer Diskurse und authenti- scher Sprachverwendung in den Mittelpunkt. 2024 widmete sich der Workshop Prosodia tedesca: Tendenze della fonetica e della didattica DaF in Italia didaktisch-methodischen Ansätzen, die prosodisches Lernen mit digitalen Formaten verbinden, und war in das PRIN5-Projekt „LITI – Deutsche Sprache in Italien: Wo stehen wir und wohin wollen wir gehen?“ (Prot. 2022XZPWME – CUP J53D23019460008) eingebettet. Der Work- shop verfolgte die primären Ziele des Projekts: eine flächendeckende Bestandsaufnahme des Status der Germanistik in Italien und die Erforschung von Lehrwerken und Strategi- en zur Förderung des Erwerbs und der Vermittlung der deutschen Sprache in Italien. Im Workshop Prosodia tedesca: Aspetti di fonetica contrastiva italo-tedesca nella didattica DaF standen 2025 schließlich kontrastive Aspekte der deutschen und italienischen Phonetik und Phonologie sowie deren didaktisches Potenzial im Fokus. Die systematisch konzipier- te Workshop-Reihe hat somit einen kontinuierlichen Diskurs geschaffen, der empirische Forschungsergebnisse mit innovativen didaktischen Modellen verbindet. Der Sammelband dokumentiert diese Entwicklung aus der Perspektive der beteiligten Referentinnen und Referenten und versteht sich als Beitrag zur Professionalisierung der prosodischen Didaktik im DaF-Unterricht an den italienischen Hochschulen.

Damiazzi, V., Missaglia, F. (eds.), Kontrastive Prosodie Deutsch-Italienisch. Theoretische Grundlagen, methodisch-didaktische Implikationen und Erkenntnisse aus der Unterrichtspraxis im Fach Deutsch als Fremdsprache, <<L'ANALISI LINGUISTICA E LETTERARIA>>, 2026; 2026: (1): 188 [https://hdl.handle.net/10807/334596]

Kontrastive Prosodie Deutsch-Italienisch. Theoretische Grundlagen, methodisch-didaktische Implikationen und Erkenntnisse aus der Unterrichtspraxis im Fach Deutsch als Fremdsprache

Damiazzi, Vincenzo
Primo
;
Missaglia, Federica
Secondo
2026

Abstract

Die Università Cattolica verfügt über eine lange Tradition in den linguistischen und phonetischen Wissenschaften. Bereits 1929 richtete ihr Gründer Padre Agostino Gemelli im ersten experimentellen psychologischen Labor Italiens eine eigenständige phonetische Sektion ein, die rasch internationale Bedeutung erlangte4. Die dort betriebene Forschung zeichnete sich durch methodologische Strenge, technologische Innovationen und einen ausgeprägt interdisziplinären Ansatz aus, der Psychologie, Medizin, Psychoakustik und Phonetik miteinander verband. Diese wissenschaftliche Tradition bildet das Fundament für einen forschungsgeleiteten Zugang zur Phonetik, der sich bis heute in der Prosodiedidaktik, in Workshops und Publikationen wie dem vorliegenden Sammelband widerspiegelt. Die thematische Entwicklung der Workshops in den Jahren 2022 bis 2025 dokumentiert exemplarisch die stärkere systematische Verknüpfung von phonetischer Forschung und didaktischer Praxis. Während der erste Workshop Prosodia tedesca: Ricerca e applicazioni didattiche I (2022) grundlegende Fragen der Integration prosodischer Elemente in den DaF-Unterricht behandelte, rückte 2023 im Workshop Prosodia tedesca: Ricerca e applicazioni didattiche II die prosodische Struktur politischer Diskurse und authenti- scher Sprachverwendung in den Mittelpunkt. 2024 widmete sich der Workshop Prosodia tedesca: Tendenze della fonetica e della didattica DaF in Italia didaktisch-methodischen Ansätzen, die prosodisches Lernen mit digitalen Formaten verbinden, und war in das PRIN5-Projekt „LITI – Deutsche Sprache in Italien: Wo stehen wir und wohin wollen wir gehen?“ (Prot. 2022XZPWME – CUP J53D23019460008) eingebettet. Der Work- shop verfolgte die primären Ziele des Projekts: eine flächendeckende Bestandsaufnahme des Status der Germanistik in Italien und die Erforschung von Lehrwerken und Strategi- en zur Förderung des Erwerbs und der Vermittlung der deutschen Sprache in Italien. Im Workshop Prosodia tedesca: Aspetti di fonetica contrastiva italo-tedesca nella didattica DaF standen 2025 schließlich kontrastive Aspekte der deutschen und italienischen Phonetik und Phonologie sowie deren didaktisches Potenzial im Fokus. Die systematisch konzipier- te Workshop-Reihe hat somit einen kontinuierlichen Diskurs geschaffen, der empirische Forschungsergebnisse mit innovativen didaktischen Modellen verbindet. Der Sammelband dokumentiert diese Entwicklung aus der Perspektive der beteiligten Referentinnen und Referenten und versteht sich als Beitrag zur Professionalisierung der prosodischen Didaktik im DaF-Unterricht an den italienischen Hochschulen.
2026
Tedesco
Damiazzi, V., Missaglia, F. (eds.), Kontrastive Prosodie Deutsch-Italienisch. Theoretische Grundlagen, methodisch-didaktische Implikationen und Erkenntnisse aus der Unterrichtspraxis im Fach Deutsch als Fremdsprache, <<L'ANALISI LINGUISTICA E LETTERARIA>>, 2026; 2026: (1): 188 [https://hdl.handle.net/10807/334596]
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